Matthías Jochumsson (1835-1920) – Siegeshöhe/Sigurhæðir

 

Matthias Jochumsson ( 11. November  1835 – 18. Dezember 1920) ist einer der beliebtesten Dichter Islands. Matthias war Pastor, aber auch Poet und Dramatiker.  Zusätzlich arbeitete als Journalist, Übersetzer und Redakteur.

Seine vielfältigen Lebensbeschäftigungen, seine intelektuelle Integrität und Humanität machte ihn zu einer nationalen Figur und als er, im Jahr 1900, in den Ruhestand ging, erhielt er Pension vom Staat als Dichter.

In seiner religiösen Poesie, seinen Hymnen und Elegien predigte Matthias Jochumsson den christlichen Glauben und Humanität und in seinen Heldenliedern, die heidenen Tugenden der glorreichen Wikingersagas. In seinen zahllosen Übersetzungen von lehrhaften und patriotischen Gedichten und Hymnen aus den skandinavischen, englischen  und deutschen Sprachen ist auch diese Qualität dargestellt.

Er hat auch etliche Schauspiele von Shakespeare ins Isländische übersetzt. Und hat das erste romantische Drama in Island geschrieben, um 1860. Es heisst ,,Die Friedlosen’’, Útilegumennirnir, später nach der Hauptperson ,,Skugga-Sveinn´´genannt. Bis heute ist kein Theaterstück so oft aufgeführt worden.

Matthias Jochumssons Erbe ist nicht nur seine vielen Hymnen sondern auch die Nationalhymne Islands, Ó, guð vors lands, (O Gott, du unsres Islands Herr,) ursprunglich wurde der Psalm für die Jahrtausendfeier der Besiedlung Islands, im Jahr 1874, gedichtet. Er schliess sich gleich ins Herz der Leute und wurde Nationalhymne.